Mit Kindern über den Krieg sprechen

Kindernachrichten unterstützen bei der pädagogischen Arbeit (Foto: zdf.de)

Der Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine vor knapp zwei Wochen veränderte viel in Europa. Der Krieg ist medial sehr präsent. Täglich sehen und hören wir von den Angriffen und Zuspitzungen. Die komplizierte Lage macht nicht zuletzt den Kindern Angst. Sie haben Angst um die Kinder dort, sie haben Angst um sich selbst, sie haben Angst, dass der Krieg nach Deutschland kommen kann, dass ein Weltkrieg daraus wird oder dass Atomwaffen zum Einsatz kommen. Das sind sehr starke Ängste.

Erklärungen und Antworten suchen die Kinder und Jugendlichen im Landhaus Hollen gemeinsam mit den Betreuer*innen, indem sie darüber sprechen und regelmäßig die Kindernachrichtensendung „logo!“ verfolgen. Die pädagogischen Schutzfaktoren greifen bei Kinderformaten eher als bei normalen Nachrichten. Durch behutsame und kindgerechte Aufarbeitung versuchen alle Beteiligten, das Recht auf Information ernst zu nehmen, die Geschehnisse einzuordnen und die Fragen, die die Kinder und Jugendlichen zu den Entwicklungen haben, zu beantworten.

Die Heranwachsenden mit ihren Sorgen und Ängsten nicht allein zu lassen, zählt zu den wichtigen Aufgaben dieser Tage, um das seelische Gleichgewicht nicht weiter zu gefährden. Dazu gehört auch, Hoffnung und Zuversicht zu vermitteln und über die humanitären Hilfsmaßnahmen, die Proteste und die Bemühungen zu sprechen, diesen Krieg zu beenden.